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Donnerstag, der 9. August 2007 | Pressemitteilungen

Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. unterstützt JOG - Konferenz in Dresden 2007

Vom 14.09. - 17.09.2007 findet in Dresden die nunmehr 5. Konferenz der bundesweiten Initiative “Jugendliche ohne Grenzen” statt. Der SFR unterstützt die JOG-Initiative bei ihrer Kampagne “Bleiberecht für alle”.

Dazu Projektleiter Ali Moradi: “Aus unseren Beobachtungen ergibt sich, dass die gesamte Bleiberechtsregelung der IMK vom 17.11.2006 nur einem Bruchteil der Betroffenen einen gesicherten Aufenthalt gebracht hat und in den Kommunen sehr restriktiv umgesetzt wird. Wie das SSMI in einer Kleinen Anfrage mitgeteilt hat, haben von 1675 gestellten Anträgen in Sachsen, bislang nur 92 Personen ein Aufenthalt gemäß §23 AufenthG erhalten, also rund 6%. 357 Personen haben auf dieser Basis eine vorübergehende Duldung erhalten. Wir gehen davon aus, dass auch die Bleiberechtsregelung in der kürzlich beschlossenen Änderung des Zuwanderungsgesetzes wieder am Bedarf vorbei gehen wird.”

Der SFR bleibt daher bei seiner Forderung nach einem parteiübergreifenden, großzügigen Bleiberecht und tritt gemeinsam mit der Initiative JOG unter anderem für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen und ihre Legalisierung ein und fordert gleiche Rechte für alle.

Die Umsetzung dieser Ziele soll insbesondere Thema auf der nächsten bundesweiten JOG-Konferenz sein, die vom 14. bis 17. September 2007 in Dresden unter dem Motto: “Wir sind die Zukunft! Wir bleiben hier!” stattfindet.

Ort: Dresden

Zeitraum: 14.09. - 17.09. 2007

Veranstaltung: Bundesweite JOG-Konferenz

Veranstalter: “Jugendliche ohne Grenzen”

Motto: “Wir sind die Zukunft! Wir bleiben hier!”

Donnerstag, der 2. August 2007 | Pressemitteilungen

Vorbereitungstreffen in Chemnitz, September 2007

„Wir sind die Zukunft – Wir bleiben hier!“

Trotz der fremdenfeindlichen Vorfälle in Mügeln sagen die „Jugendlichen ohne Grenzen“ (JOG): „Jetzt erst recht!“. Vom 14-17.09.2007 werden sie ihre fünfte JOG-Konferenz ins weltoffene Sachsen bringen.

Am vergangenen Wochenende trafen sich Vertreter der einzelnen Bundesländer in Chemnitz, um die Planungen und Vorbereitungen für die Konferenz in Dresden abzuschließen. Gleichzeitig beteiligten sie sich an der Friedensmeile mit einem Stand und einer Aktion, mit der sie gegen die menschenverachtende Ausländer- und Abschiebepolitik der Bundesrepublik Deutschland protestierten.

Deshalb werden die „Jugendlichen ohne Grenzen“ zur Konferenz in verschiedenen Workshops ihre Kompetenzen erweitern und verstärken. Sie setzen sich mit Themen wie der Forderung nach einer gerechteren Migrations - und Flüchtlingspolitik, Erstellung und Betreuung einer Internetseite und einer wirksamen Pressearbeit auseinander. Referieren wird dazu unter anderem Volker Maria Hügel, Vertreter von Pro Asyl. Bundes- und Landtagsabgeordnete sind zur Teilnahme eingeladen.

Das Motto der Konferenz lautet „Wir sind die Zukunft - Wir bleiben hier“. Unter diesem Standpunkt setzen sie sich für die Durchsetzung eines kollektiven Bleiberechts, ohne Ausgrenzung und Diskriminierung, ein.

Allein in Sachsen wurden gerade mal 5,5 % aller gestellten Anträge genehmigt. Das entspricht bei 1675 Antragstellern 92 Bewilligungen. Da demzufolge die eingeschränkte Bleiberechtsregelung bisher keine reale Chance für die Geduldeten darstellt, wird „Jugendliche ohne Grenzen“ weiter für ihre Rechte kämpfen.

„Toleranz sollte nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muss zur Anerkennung führen. Nur dulden – heißt beleidigen.“ Johann Wolfgang von Goethe